Stocksauer sind die Geheimdienstler auf die ARD-Granden und die "Tatort"-Kommissarin Charlotte Lindholm alias Maria Furtwängler. Denn in der letzten Folge der populären Krimiserie kamen die Schlapphüte und ihre Dienstherren ganz mies weg. Eigentlich legt sich die ARD mit Landespolitikern nicht an. Denn schließlich sind die Länder laut Verfassung für den Rundfunk zuständig. Nun aber hat das Erste richtig Ärger mit dem Verfassungsschutz-Chef Günther Heiß und dem niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann. Geheimdienstler Heiß kritisiert in einem Brief an Maria Furtwängler, dass solche Krimis "für unsere Bestrebungen nicht hilfreich" seien. Die Darstellung sei nicht realistisch.

Nicht der "Tatort", sondern die Äußerungen des Verfassungsschutz-Chefs jagen uns Angst ein. Verwechseln die Geheimdienstler Fiktion im Fernsehen mit der Wirklichkeit im Leben? Die Folgen für die Republik wären verheerend. Doch vielleicht ist alles ganz anders: Die Hüter des Grundgesetzes fühlen sich vom "Tatort" einfach nur ertappt?