GATS - Die letzte Grenze der Globalisierung
(Englischer Originaltitel: "The Last Frontier")
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Maude Barlow (Kanada) Übersetzung
aus: The Ecologist, Februar 2001
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Ein globales Abkommen, über das gegenwärtig verhandelt wird,
wird es
Unternehmen erlauben, die öffentlichen Dienstleistungen in aller
Welt zu
übernehmen - ob die Menschen das wollen oder nicht.
Falls es zur Ausführung kommt, wird es den Untergang des
öffentlichen
Sektors bedeuten.
Maude Barlow erklärt, warum es verhindert werden muss.
Wenn Sie Bolivianer wären, wüssten Sie, warum die Welt sich
wegen GATS Sorge
machen müsste. Versetzen Sie sich zurück ins Frühjahr 2000, in
die
südamerikanische Stadt Cochabamba. Unter dem Druck der Weltbank
hatte die
bolivianische Regierung gerade ihr öffentliches
Stadtwassersystem an ein
US-Wasserunternehmen verkauft. Dies alles lief im Rahmen des
Weltbank-Programms, die bolivianische Wirtschaft zu
"modernisieren" mit
anderen Worten, sie gegenüber Unternehmen mit Sitz im Westen zu
öffnen. Es
war alles, so wurde den Bolivianern versichert, im Namen
ökonomischer
Effizienz.
Die Menschen von Cochabamba fanden schnell heraus, worauf diese
Effizienz
hinauslief. Schon Wochen, nachdem die Unternehmensflagge auf dem
bislang
öffentlichen Versorgungsbetrieb gehisst wurde, wurden die
Wasserpreise
drastisch erhöht. Viele der ländlichen Familien von Cochabamba
mussten bis
zu einem Drittel ihres Einkommens für ihr Wasser bezahlen mehr
als sie für
Nahrungsmittel ausgaben. Die Belastungen waren lähmend, und es
gab keine
Alternative sogar Regenwasser als Trinkwasser zu sammeln, wurde
für illegal
erklärt. Beschwerden blieben bei dem Wasserunternehmen ohne
Wirkung, das
nunmehr eher auf Profit als auf die öffentliche Deckung eines
Grundbedarfs
ausgerichtet war. Also gingen die Cochabambaner auf die Strasse.
Im April
nahmen zuerst Hunderte, dann Tausende an Demonstrationen gegen
die
Privatisierung dieses elementarsten natürlichen Lebensmittels
teil. Vier
Tage Streik brachten die Stadt zum Stillstand. Die Regierung gab
nach und
versprach, den Wasserpreis zu senken. Dann überlegten sie es
sich anders.
Die Proteste begannen wieder und wurden dieses Mal größ:er.
Tränengas wurde
eingesetzt, und es wurde der Kriegszustand erklärt. Cochabamba
versank im
Chaos. Noch immer weigerte sich die Regierung wie auch das
Unternehmen
nachzugeben. Anführer der Proteste wurden in der Nacht
zusammengetrieben.
Andersdenkende Medienorgane wurden stillgelegt. Die Profite eines
ausländischen Unternehmens hatten Vorrang vor den
Alltagsbedürfnissen der
bolivianischen Bevölkerung. Aber die Menschen dort gaben nicht
auf. Die
Proteste nahmen sogar noch zu. Schließ:lich, nachdem das
Militär einem
17-jährigen Jungen, weil er protestierte, ins Gesicht geschossen
hatte,
wurde sogar der Regierung klar, dass das Spiel aus war. Zwei Tage
später
unterzeichneten sie ein Übereinkommen, das die städtische
Wasserversorgung
wieder öffentlicher Kontrolle übergeben sollte.
Leider ein Sieg, der wohl auf Dauer kaum etwas bewirken wird. Und
nächstes
Mal werden die Menschen, egal wie groß: der Protest sein wird,
bloß: ihre
Zeit verschwenden.
Das kommt auch auf Sie zu!
Nur wenige Monate zuvor wurde in der nordamerikanischen Stadt
Seattle das
November-1999-Treffen der Welthandelsorganisation (WTO)
lahmgelegt ebenfalls
durch Massenproteste. Ein Ereignis, das die Kräfte der
Unternehmensglobalisierung anscheinend auf ihrem Weg gestoppt
hatte
zumindest für den Augenblick.
Aber sachte! Schon Monate, nachdem sich der Rauch und das
Pfefferspray
verzogen hatten und die Protestierer, die Regierungsoffiziellen
und die
Reporter nach Hause gefahren waren, wurde unauffällig in Genf
eine ganze
neue Runde internatioaler Gespräche in Gang gesetzt. Sie fanden
unter der
Schirmherrschaft eines wenig bekannten Abkommens statt namens
"General
Agreement on Trade in Services" GATS (Allgemeines Abkommen
über den Handel
mit Dienstleistungen). Sie haben wahrscheinlich von GATS noch
nichts gehört
wie die meisten. Darum geht es gerade. Aber Sie sollten wissen,
welche
Bedeutung es für Sie haben wird. Denn diese Verhandlungen gehen
immer noch
im Stillen weiter. Ihre Absicht ist schlicht und einfach, die
öffentlichen
Dienstleistungen der ganzen Welt für Unternehmensübernahmen
aufzubrechen, ja
schon allein das Konzept öffentlicher Dienstleistungen nicht nur
aussichts-
los, sondern wahrscheinlich sogar illegal zu machen.
Genau darum geht es bei GATS. Wenn es letzten April schon in
Kraft gewesen
wäre, wäre es für die bolivianische Regierung ganz einfach
illegal gewesen,
die Wassergesellschaft von Cochabamba wieder zu verstaatlichen.
Eine gute Nachricht für Unternehmensprofite. Eine schlechte
Nachricht für
die Menschen. GATS ist dabei, über die ganze Welt hin für die
Privatisierung
der öffentlichen Dienstleistungen den Weg freizumachen. Nichts
wird
ausgenommen sein - Erziehung, Gesundheitswesen,
Sozialeinrichtungen,
Postdienst, Museen und Büchereien, öffentlicher Verkehr, alles
wird den
Unternehmensinteressen erschlossen werden. Jeden und jeglichen
Dienst, der
gegenwärtig jeweils von staatlicher Seite im Namen des
öffentlichen
Interesses zur Verfügung gestellt wird, wird man privaten
Unternehmen
zugänglich machen und unter Profitgesichtspunkten betreiben.
GATS könnte
ganz einfach die letzte Grenze der Globalisierung sein: das Ende
der
Grundidee gemeinnütziger öffentlicher Dienste.
GATS wird in über 130 Ländern in Kraft treten, leise, und ohne
viel
Aufhebens, und dies in weniger als zwei Jahren. Falls nichts
getan wird!
Was ist GATS?
Das allgemeine Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen
(General
Agreement on Trade in Services = GATS) ist eine von über 20
Handelsvereinbarungen, die von der Welthandels-organisation (WTO)
verwaltet
und in Kraft gesetzt werden. Das GATS wurde 1994 eingerichtet, am
Ende der
"Uruguay-Runde" des Allgemeinen Abkommens über Zölle
und Handel (General
Agreement on Tariffs and Trade = GATT), die zu der Schaffung der
Welthandelsorganisation geführt hat. GATS war eines der
Handelsabkommen, die
zur Einbeziehung übernommen wurden, als die WTO 1995 gebildet
wurde.
Verhandlungen sollten fünf Jahre später beginnen mit dem Ziel,
"progressiv
das Niveau der Liberalisierung [des Han- dels]" anzuheben.
Diese Gespräche wurden wie geplant im Februar 2000 auf den Weg
gebracht. Der
Plan sieht vor, ein Abschlussabkommen bis Dezember 2002 zu
erreichen das
sind noch weniger als zwei Jahre.
Der Auftrag von GATS ist die "Liberalisierung des Handels
mit
Dienstleistungen". In klaren Worten bedeutet dies den Abbau
staatlicher
Barrieren gegen die Privatisierung öffentlicher
Dienstleistungen. Sein Ziel
besteht darin, es unmöglich zu machen, dass Regierungen ohne die
Beteiligung
privater Unternehmen öffentliche Dienste auf gemeinnütziger
Basis betreiben.
GATS wird es der WTO erlauben, durch eine ganze Reihe rechtlich
bindender
Zwänge den staatlichen Handlungsspielraum in Bezug auf
öffentliche
Dienstleistungen einzuschränken. Jede Regierung, die den
Regelungen der WTO
zuwiderhandelt, wird Sanktionen zu erwarten haben.
Was passiert also, wenn GATS eingeführt wird? Charlene
Barshevsky, die
US-amerikanische Handelsbeauftragte, kann es uns sagen. Bevor die
GATS-Verhandlungen Anfang letzten Jahres begannen, stellte sie
der mächtigen
US-Lobby-Gruppierung, der Koalition der
Dienstleistungsindustrien, die
Frage, was sie in den GATS-Vereinbarungen enthalten sehen
möchten.
Die Europäische Kommission machte mit ihrer Industriekoalition,
dem
europäischen Dienstleistungsforum, dasselbe. Einvernehmlich
wiesen die
Unternehmen die folgenden Prioritätsbereiche für die
Handelsliberalisierung
aus: Gesundheitswesen; Krankenhauswesen; häusliche Pflege;
Zahnbehandlung;
Kinderbetreuung; Altenbetreuung; Schulwesen (Grundschule, höhere
Schule,
tertiäres Bildungswesen); Museen; Büchereien; Rechtspflege;
Sozialberatung;
Architektur; Energiewesen; Wasserversorgung; Umweltschutzdienste;
Immobilienwesen; Versicherungen; Tourismus; Postdienste; Verkehr;
Verlagswesen; Funk und Fernsehen und vieles andere.
Was das alles mit sich bringt, ist sehr beunruhigend. Es
bedeutet, dass die
137 Mitgliedsländer der WTO dabei sind, Ja dazu zu sagen, daß:
sie ihre
gesamten öffentlichen Dienste mit allem Drum und Dran
Freihandelsgesetzen
gegenüber öffnen denselben Gesetzen, die es der WTO erlaubt
haben, in
Dutzenden von Ländern Gesundheit, Nahrungssicherheit und
Umweltgesetze zu
Fall zu bringen. Den Unternehmenswölfen wird Einlass in den
letzten
verbleibenden Pferch gewährt. Und sind sie einmal drin, ist es
zu spät, um
sie jemals wieder herauszukriegen.
Eine kurze Geschichte der Globalisierung
Wie konnte es soweit kommen? Wie konnten Regierungen fortwährend
diese
Beseitigung des grundlegendsten aller Rechte zulassen, ohne
überhaupt ihr
Volk zu befragen oder wenigstens zu informieren? Um die Antwort
zu
verstehen, muss man zu den Anfängen des Welthandelssystems
zurückgehen. Im
Jahre 1947 wurde eine neue Handelskörperschaft die
internationale
Handelsorganisation (International Trade Organisation, ITO)
geschaffen, und
zwar mit einem Mandat, das sich sehr von dem der heutigen WTO
unterscheidet.
Die ITO sollte geordneten globalen Handel unter der
Zuständigkeit der UNO
fördern. Die Ausübung des Handels sollte ausdrücklich wichtige
soziale
Gesichtspunkte berücksichtigen, einschließ:lich
Vollbeschäftigung und der
Menschen- und Sozialrechte, wie sie durch die Allgemeine
Erklärung der
Menschenrechte der Vereinten Nationen garantiert wurden. Die neue
ITO hatte
sogar das Recht, transnationales Kapital zu regulieren, um
sicherzustellen,
dass es diesen sozialen Zwecken dienlich sei.
Aber die ITO war eine Totgeburt, getötet von den USA, die darauf
bedacht
waren, ein ganz anderes Welthandels- und Investmentregime zu
bilden, das
nicht auf mehr, sondern auf weniger Regulierungen gebaut war; ein
Regime,
das sich selbst, seinen groß:en Unternehmen und seinen
internationalen
Interessen Vorteil bringen würde. So schafften die US das GATT
und entzogen
es der Zuständigkeit der Vereinten Nationen. Seit der Bildung
des GATT im
Jahre 1947 gab es acht Handelsabkommens-"Runden", jede
darauf ausgerichtet,
die Grenzen des globalen Handels nach und nach weiter
auszudehnen. Die
ersten sechs Runden konzentrierten sich ausschließ:lich darauf,
die Tarife
(Grenzzölle) zu senken, und die wachsende Macht des GATT blieb
weitgehend
von der Zivilgesellschaft unbeachtet.
Aber die siebte Runde, die "Tokio-Runde" (1973-1979),
fiel mit dem
Auftauchen des sogenannten "Washington Consensus"
zusammen - eines globalen
Wirtschaftsmodells, das auf den Prinzipien der Privatisierung,
des freien
Handels und der Deregulierung basiert, und mit dem Emporkommen
riesiger
transnationaler Unternehmen, welche, weil sie nun globale
Unternehmungen
waren, den nationalstaatlichen Regulierungen entkommen waren und
gleichermaß:en den Abbau von Regulierungen auf internationaler
Ebene
wollten. Unter ihnen befanden sich riesige
Dienstleistungsunternehmen, die
erpicht darauf waren, ihre Hand auf Regierungsmonopole legen zu
können,
besonders in den Sektoren der Sozialeinrichtungen. Zum ersten Mal
begann das
GATT, sich mit nicht-zollbezogenen Beschränkungen" zu
befassen, den Regeln,
Methoden und Praktiken von Regierungen, wie Umweltschutzgesetzen
und
öffentlich finanzierten Sozialdiensten, die auf den Handel einen
Einfluss
haben können. Die Uruguay-Verhandlungsrunde (1986-1994)
erweiterte den
Umfang der Themen drastisch - zum ersten Mal wurden
Dienstleistungen genannt
und viele Gebiete abgedeckt, die normalerweise mit Handel nicht
in
Verbindung gebracht werden.
Welt, wache auf!
Plötzlich wurde es für viele NGOs, Verfechter sozialer
Gerechtigkeit und
Umweltschützer klar, dass sich, während sie damit beschäftigt
waren,
Einfluss auf ihre jeweiligen Regierungen und auf die Vereinten
Nationen zu
nehmen, viel von der Macht, die diese bisher hatten, still und
leise auf
eine neue Weltbühne verlagert hatte - auf ungewählte und
weitgehend
unsichtbare globale Handelssysteme. Die Architekten der
Schluss-Agenda für
die Uruguay-Runde wollten ein die Weltwirtschaft steuerndes
System von
Regeln einrichten, Regeln, die ihnen dienen würden und die von
den Mächten
und Organen einer Weltregierung unterstützt würden. Es war die
Uruguay-Runde, die zur Schaffung der WTO führte - des
Weltpolizisten für das
Handelsprogramm reicher Unternehmen. Anders als das GATT, das
unterm Strich
ein Geschäftsvertrag zwischen Nationen war, erhielt die WTO
"legale
Persönlichkeit". Sie hat einen den Vereinten Nationen
entsprechenden
internationalen Status, wobei aber hinzukommt, daß: sie enorme
Durchsetzungskraft besitzt.
Anders als jede andere globale Institution hat die WTO die
gesetzgeberische
und richterliche Macht, Einwendungen gegen die Gesetze, Praktiken
und
Strategien einzelner Länder zu erheben und sie niederzuschlagen,
wenn sie
als zu "handelseinschränkend" angesehen werden. Die
WTO beinhaltet keine
Minimalanforderungen, um Arbeit, Menschenrechte, Sozial- oder
Umweltstandards zu schützen; jedes einzelne Mal (mit nur einer
Ausnahme), wo
die WTO benutzt wurde, um gegen ein Gesetz zur häuslichen
Gesundheit, zur
Nahrungsmittelsicherheit, zu fairem Handel oder zur Umwelt
Einwendungen zu
machen, hat die WTO gewonnen. Die letzten sechs Jahre hindurch
haben die
Wirksamkeiten der WTO gezeigt, dass sie die mächtigste,
geheimnistuerischste
und antidemokratischste Organisation auf Erden geworden ist, sich
rasend
schnell den Mantel einer Globalregierung anmaß:end und aktiv
danach suchend,
ihre Macht und Reichweite zu vergröß:ern.
Das Aufteilen der Dienstleistungen
Öffentliche Dienste stehen als nächstes auf der
Unternehmens-Abschussliste
der WTO. Globale Unternehmen waren überall erfolgreich darin,
Regierungen
davon zu überzeugen, dass ihre zu erledigenden Aufgaben die
gleichen sind,
dass das Streben nach Unternehmensprofit und das Wohl der
Gesellschaft ein
und dasselbe sind, und zwar so erfolgreich, dass ihr Zugang zu
vielen
Bereichen des öffentlichen Lebens bereits verbessert worden ist.
Jetzt
wollen sie aufs Ganze gehen. Im internationalen Handel sind
Dienstleistungen
der Sektor, der am schnellsten wächst, und sie versprechen
reiche Erträge
für schlaue Unternehmen. Und unter allen öffentlichen Diensten
zeichnen sich
das Gesundheitswesen, der Erziehungsbereich und die
Wasserversorgung als
diejenigen ab, die potentiell am lukrativsten sind. Die globalen
Ausgaben
für Wasserversorgung übersteigen jetzt jedes Jahr 1 Billion
Dollar; für
Erziehung übersteigen sie 2 Billionen, und für die
Gesundheitsversorgung
übersteigen sie 3,5 Billionen. In vielen Teilen der Welt hat
dasjenige, was
von GATS beschleunigt werden wird, bereits versuchsweise
begonnen. Die USA
könnten ein Modell für den Abbau öffentlicher Dienstleistungen
vorschlagen,
das GATS dann überall auf der Welt entfesseln wird. In Amerika
ist die
Gesundheitsversorgung bereits ein groß:es Geschäft geworden,
mit
gigantischen Gesundheitsversorgungsunternehmen, die an der New
Yorker Börse
registriert sind. Rick Scott, Präsident von Columbia, des
weltgröß:ten
profitorientierten Krankenhausunternehmens, ist sich darüber im
klaren, dass
die Gesundheitsversorgung ein Geschäft ist, nicht anders als die
Flugzeug-
oder die Kugellagerindustrie. Er hat öffentlich geschworen,
jedes
öffentliche Krankenhaus in Nordamerika zu zerstören. Ärzte,
sagt er, sind
keine "guten Unternehmensbürger".
Unterdessen sagen bereits Kapitalanlagefirmen wie Merrill Lynch
voraus, dass
das Erziehungssystem innerhalb des nächsten Jahrzehnts global
privatisiert
werden wird genauso wie bereits das öffentliche
Gesundheitswesen. Sie sagen,
dass dort eine unermeß:liche Menge Profit zu machen ist, wenn
dies
geschieht. Die EU hat kürzlich angekündigt, dass jede
öffentlich betriebene
Schule in Europa bis zum Ende des Jahrzehnts eng mit einem
Unternehmen
verbunden werden muss. Die Eroberung ausländischer Märkte ist
jetzt überall
auf der Welt zu einer gemeinsamen Schlüsselstrategie unter
Instituten der
Hochschulausbildung geworden.
Viele Teile der "Dritten Welt" sind in den letzten
Jahrzehnten unter
Strukturanpassungsprogrammen, die der Internationale
Weltwährungsfond (IWF)
auferlegte, gezwungen worden, ihre öffentlichen Infrastrukturen
abzubauen.
Um für Schuldenerlass in Frage zu kommen, sind z.B. Dutzende von
"Entwicklungsländern" in den letzten 20 Jahren dazu
gezwungen worden, ihre
öffentlichen Sozialprogramme aufzugeben, und dabei erlauben sie
fremden
Unternehmen, ins Land zu kommen und ihre Gesundheits- und
Erziehungs-"Produkte" an diejenigen
"Konsumenten" zu verkaufen, die sie sich
leisten können, und lassen Millionen von Menschen ohne eine
allgemeine
soziale Grundversorgung. Lateinamerikanische Länder erfahren
momentan eine
Invasion von US-amerikanischen Gesundheitsversorgungsunternehmen,
und
asiatische Länder lassen Zweigniederlassungen ausländischer
Universitäten
und Gesundheitsversorgungsketten zu. Erst kürzlich hat die
Weltbank
dieselben Länder gezwungen, ihr Wasserversorgungssystem zu
privatisieren,
und arbeitet offen mit Wassergiganten wie Vivendi und Suez
Lyonnaise des
Eaux zusammen, um ihre "Rechte" auf Wuchergeschäfte in
der Dritten Welt zu
etablieren.
Nun wollen diese Unternehmen durch die GATS-Vereinbarungen
bindende, globale
und unwiderrufliche Regeln, die ihnen überall in der Welt den
Zugang zu
staatlichen Dienstleistungsverträgen garantieren. Und das
gelingt ihnen.
Jetzt schon haben über 40 Länder, einschließ:lich ganz Europa,
die Erziehung
auf die Liste des Zuständigkeitsbereiches von GATS gesetzt und
öffnen die
Bereiche ihrer öffentlichen Erziehung auslandsgestütztem
unternehmerischen
Wettbewerb. Fast 100 Länder haben dasselbe mit dem
Gesundheitswesen getan.
Da die neuen Verhandlungen vorankommen, wird es für jegliches
Land sehr
schwer sein, gegen den Strom zu schwimmen selbst wenn einige
mutig genug
sein sollten, es zu versuchen.
Was ist im GATS enthalten?
Das bestehende GATS-Abkommen das noch keineswegs endgültig
abgeschlossen ist
und sogar noch schlimmer werden könnte deckt alle
Dienstleistungsbereiche
und die meisten Regierungsmaß:nahmen ab, einschließ:lich
Gesetze, Verfahren,
Verordnungen und Richtlinien, geschriebener und ungeschriebener.
Keine
staatliche Maß:nahme, die den Handel mit Dienstleistungen
berührt, egal mit
welchem Ziel, selbst wenn sie Umwelt- oder Verbraucherschutz,
allgemeinen
Versicherungsschutz oder die Verbesserung von Arbeitsbedingungen
betrifft,
ist auß:erhalb der Reichweite von GATS. Nichts Öffentliches ist
sicher.
Ganz besonders würde das Abkommen sogar die
"Diskriminierung" eines
ausländischen Unternehmens verbieten, das sich darum bewirbt,
einen Bereich
öffentlicher Dienste zu betreiben, - sogar wenn dieses
Unternehmen eine üble
Vorgeschichte im Umwelt- oder im sozialen Bereich aufweist.
Es ist auch bereits eingeräumt worden, dass einige existierende
WTO-Regelungen überall "horizontal" für alle
öffentliche Dienste gelten
sollen, egal ob die betreffenden Bereiche bereits innerhalb von
GATS
dezidiert aufgelistet sind oder nicht. Eine solche
"flächendeckende"
Regelung ist die der "meistbegünstigten Nation", die
besagt, dass, sobald
die Unternehmen aus einem bestimmten Land innerhalb eines anderen
Marktes
operieren, dieser die Unternehmen aus allen Ländern hereinlassen
muss. Diese
Regelung wird für alle Dienste gelten, sogar auch für solche,
die in einigen
Ländern noch geschützt sind, wie Gesundheitswesen und
Erziehung. In
ähnlicher Weise müssen bei Geltung der flächendeckenden
Richtlinie alle
Regulierungen innerhalb eines gegebenen Bereiches,
einschließ:lich der
Sozialdienste, "geringst handelsrestriktiv" sein auf
gut deutsch: alle
öffentlichen Dienste sogar die Sozialfürsorge werden
Marktmechanismen zu
praktizieren haben.
Verfechter von GATS beharren auf der Auffassung, dass dessen
Gegner
hysterisch sind. Es gebe nichts, worüber man beunruhigt sein
müsse. Sie
verweisen auf die innerhalb des GATS vorgesehene
"Freistellung" für einige
öffentliche Dienste, die jeweils von staatlicher Seite bereit
gestellt
werden. Einige Länder, so pflegen sie zu betonen, haben bereits
Befreiung
für ihre öffentlich finanzierten Sozialversicherungsprogramme
beantragt.
Aber so einfach ist es nicht. Damit eine Dienstleistung gemäß:
GATS-Paragraph 1.3C als unter Regierungsautorität stehend
anerkannt werden
kann, muss sie "vollkommen unentgeltlich" zur
Verfügung gestellt werden. Das
bedeutet, dass die in Frage stehende Dienstleistung vollkommen
von
staatlicher Seite finanziert sein muss und keinen kommerziellen
Zweck haben
darf. Da kaum irgendein Dienstleistungsbereich auf der Welt
vollkommen
unentgeltlich ist, ist diese Freistellung zunehmend
bedeutungslos.
Was wird für das GATS noch beabsichtigt?
In seinem neuen Buch "GATS. Wie die neuen
'Dienstleistungsverhandlungen' der
WTO die Demokratie bedrohen" beschreibt der kanadische
Forscher Scott
Sinclair die drei Prioritäten der laufenden Verhandlungsrunde.
Erstens werden die GATS-Funktionäre versuchen, den
Unternehmenszugang zu
heimischen Märkten zu erweitern. Regierungen werden unter
groß:em Druck
stehen, eine größ:ere Anzahl ihrer Dienstleistungen aufzulisten
und eine
geringere 'freizustellen'. Das wirkungsvollste Druckmittel wird
darin
bestehen, die "nationale Behandlung" flächendeckend
anwenden zu lassen.
Nationale Behandlung ist ein fundamentaler Glaubenssatz des
Freihandels; sie
hindert Regierungen daran, ihre heimischen Bereiche gegenüber
Unternehmen
mit Sitz im Ausland zu bevorzugen. Schon jetzt gilt im GATS die
Nationale
Behandlung für verschiedene Dienstleistungen ; und das Ziel ist
deren
allgemeine Anwendung.
Darüber hinaus werden die mächtigen westlichen Länder auf noch
weitere
verbindliche Marktzugangsbestimmungen drängen und dabei von den
"Entwicklungsländern" den garantierten,
unwiderruflichen Zugang zu ihren
Märkten erpressen und demokratische Regierungsvollmacht
herabsetzen.
Zweitens versuchen die GATS-Funktionäre, einheimischen
Vorschriften strenge
Beschränkungen aufzuerlegen und dadurch die Fähigkeit von
Staaten zu
begrenzen, Umwelt-, Gesundheits- und andere den Freihandel
behindernde
Standards gesetzlich zu verfügen. Artikel VI: 4 fordert die
Entwicklung
aller "nötigen Vorschriften", um sicherzustellen, dass
"Maß:nahmen bezüglich
Qualifikationsanforderungen und -verfahren, technischer Standards
und
Konzessionsvoraussetzungen nicht unnötige Handelsbarrieren
darstellen".
Übersetzt: Kommt bloß: nicht ausländischen
Unternehmensinteressen mit euren
nervtötenden nationalen Standards in die Quere. Auch diese
Bestimmung würde
flächendeckend gelten. Die Regierungen würden gezwungen sein,
nachzuweisen,
dass ihre Regelungen, Standards und Gesetze "notwendig"
waren, um ein
WTO-sanktioniertes Ziel zu erreichen, und dass eine weniger
handelsrestriktive Alternative nicht zur Verfügung stand.
Drittens sind die neuen Gespräche darauf angelegt, neue
GATS-Regelungen
und -beschränkungen zu entwickeln, die den Zweck haben sollen,
den Einsatz
staatlicher Subventionen, wie sie bei öffentlichen Bauarbeiten,
Gemeindediensten sowie Sozialprogrammen üblich sind, weiter zu
beschränken.
Eine besonders bedrohliche Entwicklung ist die Forde- rung nach
Ausweitung
der harmlos klingenden Regeln für "Kommerzielle
Präsenz". Kommerzielle
Präsenz erlaubt es einem "Investoren", der sich in
einem bestimmten
GATS-Land niedergelassen hat, sich auch in jedem anderen
GATS-Land
niederzulassen und nicht nur gegen einheimische Anbieter um
Aufträge,
sondern auch gegen einheimische öffentlich finanzierte
Institutionen und
Dienstleister um die Vergabe öffentlicher Gelder zu
konkurrieren.
Zusammengenommen werden diese Vorschläge die Autorität der WTO
im
Tagesgeschäft der Regierungen ungeheuer ausweiten. Sie werden
die Ausübung
demokratischer Kontrolle über die Zukunft elementarer
öffentlicher Dienste
so gut wie unmöglich machen.
Wie Sie künftig von GATS beeinträchtigt werden
Jeder einzelne Aspekt des öffentlichen Lebens wird von GATS
betroffen sein.
Als Ergebnis globaler Ökonomisierung macht bereits jetzt jedes
Land auf der
Welt einen fundamentalen Transformationsprozess durch. Reichtum
sprudelt
nach oben, während eine wachsende ökonomische Kluft die von dem
System
Profitierenden von einer immer größ:er werdenden Unterklasse
trennt. Um "das
Überleben der Kinder der Stärksten" sicherzustellen, wie
es der
amerikanische Erziehungsautor Jonathan Kozol nennt, wird überall
auf der
Welt ein gestuftes System bei Erziehung und Sozialversicherung
die Norm,
wobei wir kollektiv einen früheren Traum von universellen
Rechten aufgeben.
Wir schaffen Topschulen und Topgesundheitsversorgungssysteme für
die Elite
der Welt, und ein gestuftes System - oder überhaupt kein System
- für
diejenigen, die nicht mehr zählen.
Das GATS dient dieser unternehmensbezogenen, profitgetriebenen
Gesellschaftsvision. Es ist wichtig, zu verstehen, was, in
nüchternen Worten
ausgedrückt, auf dem Spiel steht. Unter dem vorgeschlagenen
GATS-Regime
werden ausländische Gesundheits- und Erziehungsunternehmen das
Recht haben,
sich in jedem WTO-Land niederzulassen. Sie werden das Recht
haben, mit
öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern und Schulen um
die Vergabe
öffentlicher Gelder zu konkurrieren. Standards für Mitarbeiter
im
Gesundheits- und Erziehungswesen werden WTO-Regelungen
unterworfen sein,
damit sichergestellt ist, dass sie nicht ein "Hindernis für
den Handel"
werden. Die Befugnis, akademische Grade zu verleihen, wird an aus
dem
Ausland kommende Erziehungsunternehmen vergeben werden.
Telemedizindienste
mit Sitz im Ausland werden legal werden. Und die Länder werden
nicht in der
Lage sein, den grenzüberschreitenden Wettbewerb zwischen
Niedriglohn-Mitarbeitern im Gesundheits- und Erziehungswesen zu
verhindern.
Schon hat die WTO-Dienstleistungsabteilung eine
Privatgesellschaft
angestellt namens Globale Allianz für Transnationale Erziehung,
die
weltweite Praktiken dokumentieren soll, welche
"ausländische
Erziehungs-Provider benachteiligen". Die Ergebnisse dieser
"Studie" werden
benutzt werden, um die Länder, die noch einen öffentlichen
Erziehungssektor
aufrechterhalten, unter Druck zu setzen, auf daß: sie ihn dem
Weltmarkt
überlassen.
Beunruhigenderweise beinhaltet GATS auch die Machtbefugnis über
"Umweltschutzdienstleistungen" und den Schutz
natürlicher Ressourcen. Unsere
Naturschutzgebiete und unsere Tierwelt, unsere Flusssysteme und
Wälder
könnten alle zu umstrittenen Dingen werden, wenn globale
transnationale
"Umweltschutzdienstleistungs"-Unternehmen das
Wettbewerbsmodell für ihr
"Management" fordern. Profithungrige
Kinderbetreuungsketten würden in jedes
Land einfallen, genauso wie Gefängnisketten wie Wackenhut, mit
seinem
schlechten Ruf hinsichtlich Gewalt und Missbrauch sowohl
gegenüber
Gefangenen als auch Personal. Wirklich unbegrenzter Zugang für
ausländische
Anbieter müsste im Bereich kommunaler Verträge für das
Bauwesen,
Kläranlagen, Müllverwertung, sanitäre Einrichtungen, Tourismus
und
Wasserversorgung gegeben werden.
Einfach ausgedrückt wird das "Gemeinwesen" oder das
was davon noch übrig ist
unter vollen Beschuss geraten, falls GATS durchgeführt wird. Was
bisher
Bereiche gemeinsamen Erbes waren, wie Saatgut und Gene, Luft und
Wasser,
Züchtung und Erbgut, Gesundheitsversorgung und Erziehung, werden
auf dem
freien Markt zur Vermarktung, zur Privatisierung, zum Verkauf an
den
Meistbietenden vorgeschlagen. Länder wie Kanada und Frankreich,
die ein
nationales, frei zugängliches Gesundheitswesen und
Erziehungssystem haben
(und es genieß:en), werden sie verlieren. Länder wie
Groß:britannien und
Chile, die einmal allgemeine Sozialprogramme hatten, oder die
Vereinigten
Staaten, die niemals ein öffentliches Gesundheitssystem
besaß:en, werden in
der Zukunft den Zugang zu einem öffentlichen Modell verschlossen
finden,
genauso wie es bei Ländern wie Indien und Südafrika der Fall
wäre, die
gegenwärtig darum kämpfen, solche Rechte für ihre
Bevölkerungen zu sichern.
Das letzte Ende dieser Übung wird vielleicht am besten durch
einen
hochrangigen US-amerikanischen WTO-Funktionär zusammengefasst,
der
unverblümt über den GATS/WTO-Prozess sagte: "Im Grunde
wird er nicht
aufhören, bevor Ausländer endlich beginnen, wie Amerikaner zu
denken, wie
Amerikaner zu handeln und, am wichtigsten, wie Amerikaner
einzukaufen".
Was kann man tun?
Wenn GATS besiegt werden soll, ist wirklich keine Zeit zu
verlieren. Die
Welt muss für das, was hinter ihrem Rücken gemacht wird,
aufwachen - und
zwar schnell. Wir brauchen dringend eine internationale Bewegung
von der
Art, wie sie zusammenkam, um das Multilaterale Agreement on
Investment (MAI)
zu bekämpfen, und weitermachte, um die Straß:en von Seattle
unpassierbar zu
machen. (Eine Liste mit Gruppen und Einzelnen, die bereits gegen
GATS
arbeiten, siehe unten). Wir brauchen in jedem Land Forschung zu
jedem Aspekt
von GATS, und wir müssen das untereinander aufteilen. Wir
müssen in jedem
Land gemeinsame Fronten aufbauen, in denen Menschen aus allen
betroffenen
Hauptbereichen repräsentiert wären Erzieher und Lehrer, im
Gesundheitswesen
Tätige und Anwälte, Gewerkschaften aus dem Bereich des
öffentlichen Sektors,
Umweltschützer, Landwirte, Schriftsteller und Künstler,
Eingeborenenvölker
und andere. Wir brauchen Solidarität, Zusammenarbeit und Tempo.
Wir brauchen "GATS-freie Zonen" an den Universitäten,
Hochschulgeländen,
Kirchen und lokalen Gemeindezentren. Wir müssen zu unseren
lokalen
Regierungen gehen und lokale Resolutionen gegen GATS vorlegen.
Wir müssen
Briefe an unsere Regierungen und lokalen Zeitungen und
alternativen
Medienorgane schreiben. Einfach gesagt: Wir müssen GATS zu einem
Alltagswort
machen, und zwar zu keinem schönen.
Gegner von GATS und der hinter ihr stehenden Anschauung sollten
drei
fundamentale Forderungen vertreten. Erstens müssen wir ein
absolutes
Moratorium der GATS-Verhandlungen und der drakonischen
Bestimmungen der
gegenwärtigen Vereinbarung fordern, z.B. des Angriffs auf die
inländischen
Regulierungen. Es ist gänzlich unannehmbar, dass unsere
Regierungen sich
hinter verschlossenen Türen treffen, um zum Wohle ihrer
Unternehmensfreunde
unsere Rechte zu beschneiden. Das muss sofort aufhören;
währenddessen müssen
wir uns über die Lage klar werden und diese Streitfrage in die
Öffentlichkeit tragen. Im Wesentlichen sollten wir fordern, dass
überhaupt
"alles das, was das Gemeinwesen betrifft" aus den
Freihandelsvereinbarungen
herausgenommen wird.
Zweitens brauchen wir von unseren Regierungen stahlharte
Garantien, dass
keine künftigen GATS-Vereinbarungen Regierungen davon abhalten
können, ihre
Bürger mit guten öffentlichen Dienstleitungen zu versorgen.
Darüber hinaus
brauchen wir ein GATS, das sich darum bemüht, diese nationalen
Programme
durch das Völkerrecht zu stärken und über die ganze Welt hin
ihre
Entwicklung zu fördern. Schließ:lich müssen wir uns auf eine
echte
öffentliche Beteiligung an den Regeln, die den internationalen
Handel
bestimmen, zubewegen. In dem Wissen, dass unsere Regierungen
nicht deshalb
auf uns hören, weil wir gute Argumente haben, sondern erst
deshalb, weil wir
politische Muskelkraft haben, müssen wir uns darum bemühen,
eine globale
Demokratie zu schaffen, in der die Regierungen ihren Bürgern
dienen und ihr
Engagement für Menschenrecht und verantwortliche ökologische
Gestaltung
würdigen. Wir dürfen nicht still an der Seite sitzen und
zusehen, wie diese
Rechte wegverhandelt werden. Menschen der Welt haben nein gesagt
zum MAI.
Eine steigende Anzahl von Menschen hat nein gesagt zu der
Millenniumsrunde
der WTO. Wir müssen jetzt nein sagen zu GATS. Und wir müssen
gehört werden.
Es gibt wirklich keine Alternative.
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HIER GEHT'S GEGEN GATS:
Die folgenden Organisationen wenden sich aktiv gegen GATS.
Kontaktieren Sie
die nächstgelegene, um zu sehen, wie Sie sich engagieren
können.
- The Council of Canadians, 502-151 Slater Street, Ottawa ON K2P
5H3,
Canada.
Kontakt: Morag Carter (613) 233-4487 ext.252.
- Public Citizen,215 Pennsylvania Ave. SE, Washington DC 20003.
Kontakt: Margrete Strand Rangnes (202) 546 4996 .
- World Development Movement, 25 Beehive Place, London SW9 7QR
UK,
Tel: (020) 7737 6215, Fax: (020) 7274 8232
www.wdm.org.uk
email: wdm@wdm.org.uk .
- Corporate Europe Observatory, Prinsenelland 329,1013 LP
Amsterdam,
Niederlande.
Kontakt: Olivier Hoedeman 31 30 236 4422 .
- Observatoire de la Mondialisation,14 Grande Rue, Sauve 30610,
Frankreich.
Kontakt: Agnes Bertrand 33 466 7707 04 .
- Third World Network, 228 Macalister Road, Penang, Malaysia.
Kontakt: Martin Khor 60 4 2266728
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Maude Barlow ist Vorstandsvorsitzende des "Council of
Canadians" und eine
Kämpferin für Bürgerrechte. Sie ist Autorin mehrerer Bücher,
einschließ:lich
"MAI: The Multilateral Agreement on Investment" und
"The Threat to Canadian
Sove- reignty", zus. mit Tony Clarke. Ihre Autobiographie
"The Fight of My
Life: Confessions of an Unrepentant Canadian", wurde 1998
veröffentlicht.
Neu (2001): "Global Showdown - How the New Activists Are
Fighting Global
Corporate Rule"
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(Aus: [www.theecologist.org/lastfrontier.html]. Für die
Übersetzung
verantwortlich: Ulrich Morgenthaler) - Weitere "Links"
(zu weltweit 455
Organisationen) unter:
http://www.citizen.org/pctrade/GATS/GATSsignongerman.htm.
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- Dies ist die 3. verbesserte Auflage, Juni 01. -
Selbstkostenpreis 0,21 DM
(Versand zuzügl Porto)
V.i.S.d.P.: Wilfried Hüfler, Lodenbergstr. 23/1, 72766
Reutlingen,
(07127/972353), wilfried.huefler@student.uni-tuebingen.de
bzw. allgemeine Berichterstattung (für "universal
coverage" im Original),
d.Ü.