Die Strategie der Spannung

Stationen

Heiligendamm - Genua - Berlin

 

 

Heiligendamm 6.6.07

Spiegel berichtet über verdeckte Kräfte innerhalb der Autonomen

 

+++ Vorwürfe gegen Polizei +++

[21:37] Der Anwaltliche Notdienst der Demonstranten erhebt schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Demnach sollen während der Blockadeaktion vor dem Zaun in Heiligendamm vermummte Zivilpolizisten in die Demonstrantenmenge eingeschleust worden sein. Augenzeugenberichten zufolge fiel am Abend eine Gruppe von vier bis fünf schwarz gekleideten jungen Männern auf, die sich außergewöhnlich aggressiv gegenüber der Polizei verhielten. Als Protestler die Männer nach ihrer Herkunft und Identität befragt hätten, seien diese geflohen. Einer sei jedoch festgehalten und als Zivilpolizist erkannt worden.

 

+++ Möglicherweise Polizist verprügelt +++

[19:41] Am Sicherheitszaun um Heiligendamm ist die Situation kurzzeitig eskaliert. Am Blockadepunkt Galopprennbahn wurde eine Person von mehr als einem Dutzend vermummter Demonstranten angegriffen. Möglicherweise handelte es sich um einen Polizisten, der in der Autonomen-Kleidung unter den Blockierern war. Der Mann wurde von Kräften des anwaltlichen Notdienstes der Demonstranten aus der Notlage befreit und zur Linie der Polizisten gebracht, die ihn in ihre Reihen zogen.

 

Quelle

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-486952,00.html

 

weitere Berichte

Dumm gelaufen: G8-Gegner enttarnen Polizeispitzel Bericht und Video bei politblog.net

 

oraclesyndicate.twoday.net 8.6.07
Agent Provocateur - Welche Glatze passt unter welche Kaputze?

net-tribune.de 08. Juni 2007
Polizei-Beamte undercover bei
G-8-Protesten

g8-tv.org 7.6.07
Militär bei G8 Gipfel eingesetzt
Verfassungsbruch

Spiegel online 8.6.07
Demonstrant beschuldigt verdeckten
Zivilpolizisten als Aufwiegler

ap 7.6.07
Linke rügen G-8-Panzereinsatz
der Bundeswehr

ap 7.6.07
Polizei wollte laut Demonstranten
gezielt Krawalle provozieren

oraclesyndicate 7.6.07
Vorwürfe gegen Polizei: Zivile
Polizisten als Steinewerfer?

 

ap 7.6.07
Polizei wollte laut Demonstranten
gezielt Krawalle provozieren

oraclesyndicate 7.6.07
Vorwürfe gegen Polizei: Zivile
Polizisten als Steinewerfer?

Stern.de 7.6.07
G8-Blockade
Zivil-Polizisten als Steinewerfer?

 


http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/2636647.stm

7 January, 2003, BBC
Genoa police 'admit fabrication'


A senior officer, Pietro Troiani, reportedly admitted under questioning that two petrol bombs allegedly found at the school were planted by police to justify the raid.

In fact, they had been found elsewhere in the city, in the Corsa Italia, where protesters and police had clashed earlier in the day.

One of the key witnesses is Michele Burgio, Mr Troiani's driver, who admits to planting petrol bombs at the school.

According to the media reports, Mr Troiani later admitted to prosecutors that fabricating evidence was a "silly thing" to do.

Attention is also focusing on a knife attack on one police officer, Massimo Nucera.

A senior police chief, Franco Gratteri, head of the Central Operations Services, is quoted as saying that the stabbing was not carried out by protesters, but was simulated.

 

 

 


Link wird noch gepostet

Indymedia.de
Von: Aug und Ohr 13.08.2001 20:10

Unterwanderung des Schwarzen Blocks.

Ein Geheimdokument der Genueser Polizei, das von einer Genueser Tageszeitung veröffentlicht wurde. Drei faschistische Organisationen, in erster Linie Forza Nuova, haben Bereiche des Widerstands unterwandert. Aus der Sicht der Polizei.

Die Nazis schicken Messerstecher unter die Linken.

Die Sicht der italienischen Polizei über den "Schwarzen Block" kommt in einer 36-seitigen geheimen Dokumentation zum Tragen, die vom Genueser Polizeipräsidium etwa 10 Tage vor dem Gipfeltreffen erstellt wurde. Der Titel lautet: ?Informationen über die gegen den G8 protestierenden Kräfte". Die angesehene Genueser Tageszeitung Il Secolo XIX hat eine kleine Passage daraus, diejenige eben, der sich auf den sogenannten ?black bloc" bezieht, am 26. Juli veröffentlicht. (1)

Es werden drei Neonaziorganisationen konkret genannt, die den ?black bloc" unterwandert haben. ?Aus Hinweisen, die aus vertrauenswürdigen Quellen stammen, geht hervor, daß extremistische Gruppierungen aus dem Bereich der außerparlamentarischen Rechten, in erster Linie die Forza Nuova genannte Bewegung, zum Thema Globalisierung eine Kampagne mit Öffentlichkeitsarbeit planen, mit der Absicht, für den G8-Gipfel zu mobilisieren. Aus weiteren Quellen wurde bekannt, daß Forza Nuova, Fronte Nazionale und Comunità Politica di Avanguardia in Genua Kundgebungen gegen die Globalisierung veranstalten werden. Im besonderen wird darauf hingewiesen, daß aus einigen Mitgliedern der Turiner Forza Nuova ein etwa 25 bis 30 ?erprobte Militante" umfassendes Kommando gebildet werden soll, das die Aufgabe hat, Gruppierungen der sogenannten Tute Bianche (2) zu unterwandern, mit der Absicht, sich unter die Anti-G8-Demonstrantinnen zu mischen. ... Die Hauptaufgabe dieser Gruppe (Forza Nuova, Anm. G. M.), die im Besitz von Hiebwaffen ist, besteht darin, im Falle von Auseinandersetzungen, Vertreter der Ordnungskräfte anzugreifen, um mit Hilfe dieses Vorgehens den Verdacht auf den Bereich der antagonistischen (radikalen, AuO) Linken zu lenken."

Es handelt sich dabei um relativ kleine Formationen: ?Es dürften bereits vier jeweils 40 Elemente umfassende Gruppen aufgestellt worden sein. Ihre Aufgabe besteht darin, unterschiedliche Aktionen durchzuführen, bei denen Blockaden zwischen den Randzonen und dem Zentralbereich der Stadt eingerichtet werden. Dabei sollen Personen ringförmig postiert werden, die in Eigenverantwortlichkeit Aktionen vielfältiger Art durchzuführen haben."

....................

Textauszug

29. Juli 2001 de.indymedia.orgSonderausgabe

print.indymedia.pdf

http://209.85.135.104/search?q=cache:Y2DSCs2_Z8AJ:print.indymedia.org/local/webcast/uploads/29.7.pdf+Geheimdokument+der+Genueser+Polizei&hl=de&ct=clnk&cd=2&gl=de

 

Hier kommt - ob es nun jedesmal zutrifft oder nicht - die These vom Agent Provokateur ins Spiel.
Denn das Ziel des Staates ist klar: Die Bewegung soll sich spalten, die Guten sich von den Bösen
distanzieren. Entweder sie fällt darauf herein, oder der „bürgerliche Flügel“ macht die Polizei für
jeden Pflasterstein und jede kaputte Scheibe verantwortlich.

Und heute stand in der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ von einem Geheimdokument
der Genueser Poizeiführung zu lesen, das dem Senat vorgelegt wurde: Dieses Geheimdokument
enthalte eine Liste faschistischer Organisationen, die es sich zum Ziel gesetzt hatten in Genua
einzusickern und die Gewalt zu schüren.


In G8 Genua 2001

zum Zeitpunkt des Todes von Carlo Giuliani

Textauszug Gipfelsoli
Noch am selben Tag tauchten die ersten Meldungen auf, unter den militanten Gruppen im Zentrum seien zahlreiche Provokateure der Polizei am Werk gewesen. Einen Tag später belegten Filmaufnahmen, wie größere Gruppen von Schwarzvermummten aus den Polizeiwachen stürmten und sich aktiv unter die Randale mischten. Nach Einschätzung des Genoa Social Forum, des breiten Bündnisses vor Ort, das die Proteste getragen hat, diente die Polizeirazzia im Independent Media Center und der gegenüber liegenden Schule am Samstag nacht vor allem der Vernichtung von weiterem Beweismaterial, welches die aktive Beteiligung von Zivilpolizisten bei den Krawallen belegte. Immerhin wird der Sachschaden auf über 3 Milliarden Lire geschätzt (zerstört wurden 83 PkWs, 41 Geschäfte, 34 Banken, 16 Tankstellen, 3 öffentliche Gebäude - darunter das Gefängnis, neun Postämter, vier Wohnhäuser etc. Alle Angaben aus La Repubblica com 22. Juli 2001). Nach Angaben des Genoa Social Forum wurden unter den militanten Gruppen auch europäische und italienische Neonazis gesichtet, konkret wird eine Gruppe von Forza Nuova genannt (il manifesto 24.7.). Auch ein britischer Nazi-Sympathisant berichtet von Einladungen durch italienische Faschisten ( http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/9153/1.html) .


In G8 Genua 2001

Textauszug

www.wsws.org/de/2007/jun2007/rost-j05.shtml

Wie 2001 bei den Anti-G8 Protesten in Genua in Italien spielte auch in Rostock der so genannte "Schwarzen Block" von Autonomen eine völlig zweifelhafte Rolle bei den Auseinandersetzungen mit der Polizei. Bei den Untersuchungen zum Tod eines Demonstranten in Genua 2001 kam heraus, dass die italienische Polizei den "Schwarzen Block" mit ihren Agenten infiltriert hatte und sich auf diese Provokateure stützte, um Unruhen auszulösen. Diese Auseinandersetzungen lieferten den Staatskräften dann den Vorwand, auf rücksichtslose und blutige Weise gegen die Gipfelgegner vorzugehen.

Es ist bekannt, dass auch die deutschen Geheimdienste in der Vorbereitung auf den G8-Gipfel die Infiltration der autonomen Gruppen verstärkt haben. So meldete Der Spiegel am 14. Mai, der Verfassungsschutz habe die Globalisierungskritiker seit Anfang des Jahres zum "operativen Beschaffungsschwerpunkt" gemacht: "Sämtliche Vorbereitungstreffen werden beobachtet, die beteiligten Gruppen durch V-Leute unterwandert."


In G8 Genua 2001

http://de.wikipedia.org/wiki/Genua

Textauszug

Im Juli 2001 fanden anlässlich des 27. G8-Gipfels Demonstrationen statt. Mehr als 200.000[1] Bürger demonstrierten friedlich in Genua. Die italienische Polizei schleuste Black Block-Anhänger als Provokateure in die Demonstrationen ein. Die italienische Polizei griff gegen die Globalisierungsgegner äußerst hart durch, ließ eine große Zahl festnehmen und verletzte viele zum Teil schwer.


In G8 Genua 2001

Die Tage von Genua waren eine Wende für die italienische Gesellschaft, meint die heute 30-jährige Deborah. Nicht nur weil, wie inzwischen nachgewiesen wurde, die besonders gewalttätigen Black Block-Demonstranten ganz offensichtlich als Provokateure von der Polizei eingeschleust worden waren, sondern auch deshalb, weil deutlich wurde, wie sehr die Volksvertreter der massenhafte Protest beunruhigte. Der entscheidenden Frage seien sie letztlich bis heute aus dem Weg gegangen, die da lautet:

www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/624791/


In G8 Genua 2001

www.tagesspiegel.de/magazin/medien/Medien;art290,2198873

Textauszug

Was geschah, ist weitgehend bekannt: Tagelang durften die gewalttätigen Demonstranten des so genannten „Schwarzen Block“ sich fast ungestört austoben, während stattdessen immer wieder friedliche Demonstranten verprügelt wurden oder Kameramänner und Fotografen, die eine seltsame Art der Zusammenarbeit dokumentieren wollten: Zwischen der Polizei und vermummten Gewalttätern. Das Foto- und Filmmaterial ist erdrückend: Die Polizei hat systematisch Agents Provocateurs eingeschleust, die sich immer wieder mit ihren Einheiten trafen, Aktionspläne absprachen, Taktiken ausarbeiteten. So erklärt sich auch die Zurückhaltung der Polizei, selbst wenn Ausschreitungen direkt neben ihren eigenen Hundertschaften stattfanden.

Aber warum ließ man den Black Block nicht nur das Zentrum Genuas demolieren, sondern trotz mehrmaliger Anzeige durch die Verwaltung auch ein Sozialzentrum samt Schule und Kinderkrippe, das eigentlich Gewerkschafter beherbergen sollte? Um die friedlichen Demonstranten politisch zu diskreditieren, legt der Film nahe.


 

In G8 Genua 2001

www.g8versenken.de/index.php?itemid=9

Textauszug

Wenn es um die G8 geht, schlagen Polizei und Staatsschutz besonders hart gegen Demonstrationen zu, gibt es massenweise Verhaftungen, werden Provokateure in die Reihen der Demonstranten geschleust, um diese in der Bevölkerung zu diffamieren (Beispiel: der "schwarze Block" in Genua, 2001).


In G8 Genua 2001

http://www.ballhausplatz.at/johcgi/ball/TCgi.cgi?target=home&ID_News=967

Textauszug

Der Job, eine Situation zu erzeugen, bei der Polizei-Provokateure und Infiltration eine Rolle spielen. Man bringe hierzu den italienischen Staat in Aktion, wo faschistische Bomben-Attentate zu solchen der Linken werden, wo die linksgerichtete Terrorgruppe der siebziger Jahre, die Roten Brigaden, wahrscheinlich die am stärksten infiltrierte Gruppe von allen ähnlichen Gruppierungen irgendwo in der Welt war.
Es gibt derzeit eine Anzahl anekdotischer und photographischer Indizien dafür, dass viele der dümmsten Aktionen, die dem "Schwarzen Block" der Anarchisten zugeschrieben werden - die Zerstörung von Autos und Geschäften kleiner Leute, die Angriffe auf andere Demonstranten als Zurschaustellung von Super-Militanz - entweder das Werk von Polizeiangehörigen waren oder in Absprache mit diesen geschahen. Ein britischer Nazi-Sympathisant namens Liam 'Doggy' Stevens wird mit der Aussage zitiert, dass ihn die talienischen "Brüder" eingeladen und ihm "freie Hand" gegeben hätten. Es gibt Augenzeugenberichte darüber, dass angebliche Mitglieder des "Schwarzen Blocks" aus Polizeibussen ausstiegen, dass ihnen Polizisten Brechstangen in die Hände drückten, mit denen sie dann auf der Piazza Kennedy echte Kameraden angriffen.


In G8 Genua 2001

www.projektwerkstatt.de/debatte/gewalt/attac.html

Textauszug

Autor von WEED, eine der wichtigsten Organisationen bei Attac - dort arbeitet auch Peter Wahl), "Nur die Trennlinie gegen Provokateure schützt vor Selbstzerstörung", in: FR, 3.8.2001 (S. 7)

Eine besonders verhängnisvolle Rolle innerhalb des Eskalationsszenariums spielte offensichtlich das (mindestens) faktische Zusammenspiel zwischen der Polizei und dem so genannten Schwarzen Block. Diese Gruppierung ist, wie auch aus der Geschichte des politischen Anarchismus bekannt, inzwischen nicht nur von der Polizei vielfach infiltriert, sondern erweist sich insgesamt als "nützliches Instrument der Polizeistrategien" (so Ricardo Petrella) bei der Diskreditierung der gesamten Protestbewegung.


In G8 Genua 2001

www.buendnis-gegen-rechts.ch/Communiques/2001/GipfelundOpfer%20Demo%20Aufruf.htm

Textauszug

Im Vorfeld zu den Treffen der Mächtigen zieht durch die bürgerliche Presse eine wahre Hetzkampagne. Globalisierungsgegner werden marginalisiert und kriminalisiert. Gesprochen wird nur noch von militanten Anarchisten und Chaoten. Kurz Polit-Hooligans. Seit Seattle versucht der Staat alle Globalisierungsgegner mittels riesigen Polizeiapparaten zu kontrollieren, einzuschüchtern und denunzieren. Der Zweck dieses Vorhabens ist klar eine Spaltung dieser politischen Bewegung in liebe (friedliche) und böse (gewalttätige) DemonstrantInnen. Der Einsatz ihrer Mittel ist schier unbegrenzt. Vom Staat inszenierte Bombenanschläge hatten in Italien eine traurige Vergangenheit. Etliche Bombenattentate wurden erwiesenermassen von Geheimdiensten und Faschisten ausgeführt. In der Presse wurden diese aber den sogenannten bösen Linksextremisten in die Schuhe geschoben. Da kann sich unsereins fragen, ob die Attentate in Genua wirklich von linken Globalisierungsgegner verübt wurden. Um das Bild der gewalttätigen unpolitischen Demonstranten aufrechtzuerhalten, reihten sich an den Demonstrationen in Genua Polizisten als Provokateure unter die Globalisierungsgegner. Die Polizei provoziert Gewalt mit Absicht, um ihr brutales Vorgehen zu legitimieren. Zu was die im Vorfeld geführte Medienhetze und das Handeln der Polizei führt, wissen wir nun. Seit den Schüssen in Göteborg und den Morden in Genua ist offensichtlich, dass die Polizei solche Gipfel um jeden Preis durchsetzen will und auch vor Toten nicht zurückschreckt.


In G8 Genua 2001

www.megraphics.de/Archiv/genua/Warum%20ein%20Genuaweissbuch2.htm

Textauszug

1.

Wer hat die Repression entschieden, mit welchen Anordnungen wurde die Infiltration von Agenten in die Bewegung (Carabinieri, aber auch ausländische Agenten) beschlossen, die auch Funktionen als Provokateure erfüllten?
2.

Warum konnten Gruppen wie die so genannten Blac Bloc sowohl am 20. wie 21. Juli frei operieren. Ihre Aktionen geschahen oft wenige hundert Meter von wichtigen und objektiv delikaten Präsidien statt, wie z.B. das an der Stazione Brignole. Welche Maßnahmen der Vorbeugung wurde ihnen gegenüber ergriffen, welche Untersuchungen wurden geführt bezüglich des neonazistischen und neofaschistischen Ambientes und der ultrarechten Gruppen aus den Anhängerkreisen des Fußballs?


1.Mai 1997 Berlin

www.nadir.org/nadir/initiativ/agp/images/z1m01/mai1c.html

Textauszug

Skandale: Die Eskalationspolitik der Polizei führte zu einigem Wirbel. TV-Bilder zeigten einen vermummten Zivilbullen bei der Demo, abends wurden in Kreuzberg (nachträglich) gar 50 vermummte Zivis vermutet, aus dem Bullenfunk schien ein gezielter Polizeiangriff am Humannplatz hervorzugehen, die Interim sichtete gar vermummte Zivilbullen als Provokateure beim Steineschmeißen auf Wasserwerfer während der Demo. Nur der erste dieser vier Vorwürfe ließ sich belegen, wobei hier der klar als Zivilpolizist erkennbare Mann sich zum Schutz vor fotografierenden DemonstrantInnen lediglich kurzfristig eine Haßkappe übergezogen hatte, also nicht als 'agent provocateur' in Frage kam. Der Rest der Vermutungen läßt sich als Verschwörungsphantasie abhaken, ungeachtet dessen, daß die Polizei tatsächlich die Eskalation suchte.
Der Landesschatzmeister der Grünen, Werner Hirschmüller soll nach eigenen Angaben von Polizisten geschlagen und stundenlang eingesperrt worden sein. Die Polizei weist die Vorwürfe zurück. Ein Neuseeländer wurde am 2.Mai wegen eines angeblichen Flaschenwurfs festgenommen.
Rund 30 Vermummte griffen ein dreiköpfiges Fernsehteam an, ein Kameramann mußte wiederbelebt werden. Einer der Journalisten äußerte den Verdacht, daß Zivilpolizisten daran beteiligt gewesen sein könnten, was Schöhnbohm zurückwies.


1.Mai 1886


www.fau.org/fau/www.fau.org/artikel/art_060418-220447

Textauszug


Geschichtliche Hintergründe 1. Mai

1. Mai 1886: Die ArbeiterInnen von Chicago proklamieren den Generalstreik. Im Rahmen der Proteste wird durch Provokateure eine Bombe gezündet und mehrere Demonstranten wie auch Polizisten kommen ums Leben. Am 14. Juli 1889 wurde der 1. Mai von einem internationalen Arbeiterkongress in Paris zum internationalen Kampftag der Arbeiter[Innen] ausgerufen.


1997 Berlin

www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/_99/17/22b.htm

 

Textauszug

Hinzu kamen in der Vergangenheit Vorwürfe an die Polizei, vermummte Zivilkräfte und Provokateure zum Einsatz gebracht zu haben. So heißt es 1997 in einem Funkprotokoll der Polizei zum Mai-Fest auf dem Humannplatz: "Es wäre schön, wenn Sie mir mit 'ner Eskalation noch ein bißchen Zeit ließen ..."


Barcelona, Demonstration gegen die Weltbank - Juni 2001

www.marxist.com/police-provocation-violence250601-4.htm


Textauszug Übersetzung aus dem Englischen

dies wurde bestätigt durch eine Bericht in der spanischen Tageszeitung El Mundo:
Augenzeugenberichten zufolge wurden Verhaftungen von denselben Personen ausgeführt, die zuvor bei der Bank Steine geworfen hatten.

Gemäss einem AP Bericht: "Jordi Pedret, ein Mitglied der Sozialistischen Partei sagte, dass sie davon Kenntnis habe, dass Polizeiagenten Steine in Schaufenster geworfen hätten und danach Demonstranten verhaftet. Sie verlangte eine Untersuchung durch das spanische Innenministerium."


Demontsration in Miami 2003

http://portland.indymedia.org/en/2003/11/275403.shtml

 

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Hier ein Photo aus Miami, bei dem man vermummte Polizisten innerhalb der Polizeiformationen sieht. Das Photo enstand hinter den Polizeilinien

 


Literatur

Regine Igel

"Andreotti, Politik zwischen Geheimdienst und Mafia" 1997

in Neuauflage

"Terrorjahre. Die dunkle Seite der CIA" 2006 bei AMAZON

“Wir haben entdeckt, dass einige Personen, die für die Bombenanschläge in Italien Sprengsätze gebaut haben, eine doppelte Rolle spielten. Sie waren sowohl amerikanische Agenten, die in den US-Militärbasen ein- und ausgingen, als auch Militante der rechtsextremen Organisation Ordine Nuovo, die den anderen beibrachten, wie man Sprengsätze baut.” Der Mailänder Untersuchungsrichter Guido Salvini

Die dramatischsten Politikthriller schreibt die Politik selbst, und die Geheimdienste führen dabei die Feder. Dieses Buch basiert auf Justizakten und erzählt voller Spannung, wie vor allem die CIA zu Zeiten des Kalten Krieges den Terrorismus in Italien angeheizt hat. Was seinerzeit im Namen des Antikommunismus möglich war, kann auch in anderen Ländern passiert sein und lässt sich heute gegen neue Feindbilder einsetzen.

Staatlich gesteuerter Terrorismus in Europa: Enthüllung der CIA-Aktivitäten in Europa: Ein schonungsloser Blick auf die Anfänge des Terrorismus. Die Journalistin deckt auf, wie sich die hohe Politik illegaler Methoden bediente. Vor 30 Jahren versetzte der Terrorismus Italien in Angst und Schrecken. Unmittelbar nach den vielen Anschlägen hieß es: Es waren die Linken! Kritische Geister zweifelten schon früh an dieser Theorie. Nun hat die italienische Justiz aufgedeckt, dass der Terrorismus nicht so eskaliert wäre, wenn er nicht von staatlicher Seite, insbesondere von den amerikanischen Geheimdiensten, unterstützt worden wäre. Bombenattentate und gezielte Anschläge auf Einzelpersonen waren ein Teil der amerikanischen "Strategie der Spannung", um den wachsenden politischen Einfluss der Linksparteien zurückzudrängen. Kaum bekannt ist auch, dass Dienste wie die CIA derartige Maßnahmen auch in anderen "befreundeten" Ländern durchführten - auch in Deutschland?


 

Gladio - Geheimarmee der Nato - Daniele Ganser

http://video.google.de/videoplay?docid=7042357847834279051&hl=de

 

 

 

www.info911.eu