28.09.2004 / Interview / Seite 8
* Gerhard Wisnewski ist Autor der Bücher »Operation 9/11«
und »Mythos 9/11«, in denen er die offizielle Version der
Attentate vom 11. September 2001 in Frage stellt.
F: Medienberichten zufolge läuft die Suche nach Osama bin Laden
im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet wieder einmal auf
Hochtouren. Wird US-Präsident Bush den »Oberschurken«
pünktlich zur Präsidentschaftswahl im November aus einem
Erdloch ans Licht der Welt zerren?
Die Wahrscheinlichkeit ist geringer als im Fall Saddam Hussein.
Bin Laden hat lange kein Lebenszeichen von sich gegeben und ist
für mich nur noch ein Phantom ohne körperliche Präsenz oder
gar Existenz. Die vermeintliche Jagd auf ihn ist in meinen Augen
nichts weiter als eine dieser Medienoperationen, mit denen die
Öffentlichkeit in Atem gehalten und von der Frage abgelenkt
werden soll: Ist Bin Laden wirklich Urheber der
Flugzeugattentate?
F: Angenommen, er wird doch gefaßt. Ereilt ihn dann dasselbe
Schicksal wie Ramzi Binalshibh und Khalid Sheikh Mohammed,
angeblich Chefplaner der Attentate? Beide wurden 2003
festgenommen, sind seitdem aber in der Versenkung verschwunden.
Das ist denkbar. Vielleicht würde mit einer groß aufgeblasenen
Festnahme ein kurzer Medienhype veranstaltet und dadurch die
Wiederwahl von George Bush gesichert, um Bin Laden danach wieder
verschwinden zu lassen. Jeder weiß, daß er und seine Familie
dem Bush-Clan eng verbunden waren und sind. Möglicherweise
würde es einem Bin Laden in US-Gewahrsam gar nicht mal so
schlecht ergehen ...
F: Spiegel-online bezeichnete Bin Laden vor kurzem noch als den
»meistgesuchten Terroristen« der Welt. Sie sehen das anders
Ich habe Zweifel, daß man diesen Mann tatsächlich fieberhaft
sucht. Dagegen spricht viel: Die Bande zwischen dem Bush-Clan und
der Familie Bin Laden und die Tatsache, daß man gegen Bin Laden
keine Beweise hat. Nicht einmal das FBI führt diesen Mann auf
seiner Fahndungsliste an oberer Stelle, und schon gar nicht legt
es ihm eine Verantwortung für den 11. September zur Last. Das
heißt, schon beim FBI hört der Glaube an die Täterschaft Bin
Ladens auf. Alles andere ist nach meiner Auffassung
Desinformation.
F: Ihre Auffassung ist auch, daß der 11. September eine
Verschwörung internationaler Geheimdienste unter Mitwirkung oder
Mitwisserschaft der US-Regierung war. Was würde geschehen, wenn
Präsident Bush das eines Tages einräumen müßte?
Diese Möglichkeit ist so phantastisch, daß ich mich damit nicht
auseinandergesetzt habe. Diesen Schritt würde Bush zuallerletzt
gehen, denn damit würde nicht nur diese Regierung, sondern
vielleicht der amerikanische Staat auseinanderfliegen
F:
vielleicht sogar der Kapitalismus, der damit bewiesen
hätte, daß er zu seiner Behauptung auch über 3 000 Leichen aus
den eigenen Reihen geht?
Zweifellos bestünde diese Gefahr. Diese Regierung steht
jedenfalls vor einer Zerreißprobe. Einerseits bröckelt ihre
Version der Ereignisse jeden Tag mehr, während die Zahl der
Zweifler und der Gegenbeweise täglich zunimmt. Andererseits muß
sie aber auf Gedeih und Verderb ihre Sicht der Dinge verteidigen,
um nicht unterzugehen und mit ihr vielleicht das gesamte
»amerikanische Traum«System.
F: Haben Sie es mit Ihren Enthüllungen darauf abgesehen?
Mir geht es nicht darum, daß diese Regierung, der amerikanische
Staat oder der Kapitalismus auseinanderfliegen. Die Konsequenzen
der Lüge tragen die Lügner, nicht jene, die nach der Wahrheit
suchen. Die Wahrheit ist kein Mittel zum Zweck, sondern
Selbstzweck.
F: Und die Wahrheitssuche ist auch hierzulande kein leichtes
Unterfangen
Tatsächlich unternehmen die staatstragenden Medien alles, um uns
mundtot, lächerlich oder unmöglich zu machen. Das hat in meinem
Falle bis zum Beschäftigungsverbot beim WDR geführt. George
Orwell sagte: »Freiheit ist die Freiheit zu sagen, daß zwei
plus zwei vier ist.« Wenn man uns aber weismachen will, daß
dabei fünf herauskommt, dann nehmen wir mit jeder Berechtigung
die Freiheit in Anspruch, zu widersprechen.
* Gerhard Wisnewski im Internet: www.operation911.de